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die Geschichte hinter der Keramik͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
KUNST UND MEHRHeutiges Thema ist die Kunst. Jinok’s Kunst. Und was es damit auf sich hat, in ihrer Keramik zu servieren. Na klar, das sieht schön aus, ist ausgefallen, ist - wie man gerne sagt - hip, oder wie die Werbebranche sagen würde: ein Alleinstellungsmerkmal. Für Jinok sind damit ein paar Gedanken verbunden, die ihr sehr am Herzen liegen.
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Es fängt an bei der Betrachtung der Keramik. Ein anfänglicher Tonerdeklumpen, aus dem mit den Händen - ohne Drehscheibe - eine Form geknetet, gedrückt und geschlagen wird. Ganz ursprünglich minimalistisch entsteht ein Gefäß, dessen Enstehungsspuren sichtbar bleiben. Dessen Gefäßmachen die eigene Geschichte erzählt. Dessen endgültige Form die Speise fasst, sie darbietet, mal flach ausgebreitet, mal gefaltet wie ein Tuch, mal wie ein Blütenkelch, der sie birgt. Das Schöne, könnte man sagen, ist in der innigen Bindung der Speise zum irdenen Material zu sehen. So sieht man nicht nur die Speise auf einem Teller liegen (bevor sie aufgenommen und verzehrt wird), sondern sieht einen größeren Zusammenhang, aus dem sie geschaffen wurde. Ein Verhältnis zur Welt. Früher hat ein Gast es einmal so beschrieben: Man sieht sie “in einem Gefäß, das die Herkunft und die Entstehung in ein dunkles und geheimnisvolles Geschehen verzaubert.”
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Die Geschichte der Keramik von Jinok ist eine Geschichte über die Kraft des Unkontrollierten. Nicht alles im Voraus planen, nicht das Ergebnis schon vor dem Beginn kennen. Wissen, dass alles sowieso anders kommt. Eine Erzählung über das Loslassen, über das Offensein, sich überraschen lassen. Als Sängerin lernte Jinok, dass Singen gleich Loslassen heißt, dass ein Crescendo nicht forciert werden kann, ein bestimmter Klang nicht zu erzwungen ist. Jedes ergeizige Wollen überwinden - erst dann kommt die natürliche Stimmfarbe heraus. Der ganze Körper schwingt dann mit und trägt die Stimme in ungeahnter Größe hinaus in den weiten Raum. Aus eben dieser Schwingung kommt auch die Keramik. Im Verständnis des Nichtwollens.
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Aus einer solchen Erfahrung wächst ein unerschütterliches Vertrauen. Einfach machen. Habe den Mut, es kann gar nicht falsch werden, das ist eine vollkommen unbegründete Sorge. Jeder Schritt führt dich zum nächsten. Erst wenn du diesen Schritt tust, kennst du den nächsten. Sei kein Bedenkenträger, sei furchtlos, habe Gewißheit. Deshalb ist diese Geschichte auch ein leidenschaftlicher Appell, der weit über die Kunst hinaus ruft, keine Angst zu haben, sondern in das Leben zu vertrauen. Heute scheint es beinahe nötiger als je, nachdrücklich an die Kraft des Vertrauens zu appellieren. Seid offen!
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Das kleine Stück Keramik stößt diesen Gedanken an, die Gerichte nehmen den Spirit auf. Auch die Speisen im NaNum sind nicht geplant, sondern entstehen aus einem unkontrollierbaren Prozess. Irgendwohin führt dieser Prozess. Jedes misslungene Ergebnis trägt den Keim für ein folgendes schönes Gericht in sich. Mit Leidenschaft, mit Experimentierfreude entstehen aus der Quelle tradierter Zubereitungsmethoden neue Speisen, voller mitreißender Begeisterung. Schaut her, wie spannend, überraschend und komplex das sein kann. Habt keine Angst vor der Ernährungswende. Freut Euch auf das Neue. Gebt Euch der Zubereitung hin. So ist die Geschichte des NaNum - zu deutsch: teilen.
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H E R Z L I C H E G R Ü S S E
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