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Es ist wirklich sehr lustig. Langsam, nach und nach kommen alle aus ihren Home-Löchern gekrochen, schauen vorsichtig nach links und nach rechts, erspähen einen der plötzlich überall im Stadtraum auftauchenden Stühle, verlassen nießend einen der ebenfalls wie Pilze emporwachsenden Teststationen und … ja, setzen sich wahrscheinlich das erste Mal nach 6 Monaten auf einen dieser luftigen Stühle. Von Tag zu Tag werden es mehr Artgenossen. Alle sitzen dort, irgendwie noch recht steif - sieht wie eine angelernte unbeholfene Haltung aus, es fleezst und wummst und lacht noch nicht so richtig, tja das Außerhäusige ist wie Fremdland: es fehlen die Erinnerungen und die Beiläufigkeiten.

Ihr Lieben, es wird Zeit das Fremdgewordene wieder neu zu lernen. Die Trägheiten gegenseitig zu heilen. Das Insichgekehrte wieder nach außen zu stülpen. Die misanthrope Kontaktscheue zu verscheuchen. Den halben wieder zum ganzen Menschen zusammenzuflicken, der sein Menschsein mit anderen ganzen Menschen teilen darf. Wir alle sind irgendwie zerkratzt und verletzt, dafür teilen wir jetzt gerne die Tränen mit denen am Nachbartisch, Tränen aus Freude. Über das Wiedergewonnene - wenn wir nur recht vorsichtig bleiben.

Für Euch ist das NaNum wieder da und auch wir haben feuchte Augen.

Liebe Gäste und Freunde,

dürfen wir auf die Terrasse am Platz bitten?

4-Gänge-Menü

40,- vegetarisch
45,- mit Fleisch

 reservieren 

Wir fahren die Abendküche hoch und beginnen mit einem schlichten Menü. Trainingsmodus für die Küche, für Euch ein Schnupperkurs:

Ein
„Sous Vide“ gegartes Ei, eingebettet in einer Nusscreme. Den Ursprung fanden wir in einem feinen koreanischen Hofgericht. Die Creme ist von uns neu interpretiert und auf veganer Basis. Dazu passend zur Saison etwas Spargel, eingelegte Gurke und reingetöpfelt ein wenig kostbares wildes Sesamöl, das wir aus Korea mitgebracht haben. - Für die streng Veganen ersetzen wir das Ei durch gebratene Portobello.

Zweitens
Buchweizennudeln, kalt, in einer Wildsesamölsauce mit Seetangstreifen
(das Gelbe sind pikante Senfblüten)

Als Drittes
kommt Unkraut. Da wir zuviel Giersch im Garten ha’m, gib’s Giersch. Basta. Okay, dazu servieren wir noch Pilz, Mungo, KimChi, jeweils zu Puffern, Pancake, Dzon verarbeitet. Außerdem Getrocknetes Fermentiertes (die Chefin will sich noch nicht festlegen) und “MullKimChi”, was soviel bedeutet wie KimChi im fermentierten Sud.

Zu guter Letzt
eine eigene Kreation von ... nun ja, manche würden es vielleicht vegetarisches Fleisch nennen. Wir mögen diese Bezugnahme nicht. Es ist das, was es ist, ganz eigenständig. Dazu verschieden gewürzter, koreanischer Reis, frittierte Champignons und Salat zum Einwickeln.

Achja, für Fleischesser*innen für die gibt’s das nicht, sondern stattdessen eben: Bio-Fleisch.

Irgendwie wird es auch noch irgendwelche Kleinigkeiten drumherum oder davor oder dazwischen geben. Was genau, ist noch offen, es soll auch spontan etwas passieren dürfen…

… optional zu buchen: spannende Naturweinbegleitung, danach Dessert, Kaffee & Co.

Mashikedosäjo!

 bitte besser reservieren 

Lunch Di - Do 12 - 14.30 \ Dinner Do - Sa 18 - 22.30

NaNum Berlin - unser Treffpunkt, 90 Lindenstraße, Berlin, Berlin, 10969, Deutschland

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