abgestorbene Kiefer, blühende Kiefer Reichtum Die Ferien sind rum. Mittwoch öffnen wir das Nanum wieder. Gestern las ich in der Zeitung, dass die Deutschen noch nie so viel Vermögen besaßen wie aktuel
NaNum Berlin

abgestorbene Kiefer, blühende Kiefer

Reichtum

Die Ferien sind rum. Mittwoch öffnen wir das Nanum wieder. Gestern las ich in der Zeitung, dass die Deutschen noch nie so viel Vermögen besaßen wie aktuell. Na, Prost Mahlzeit! Dann kommt mal alle rüber zu den Gastwirtinnen und beschenkt Euch mit Köstlichkeiten. Bei friedlich geselliger Stimmung zur Festigung des Gemüts. Haben wir in den Ferien auch gemacht. Das Vermögen zusammengekratzt und uns was gegönnt.


Was nicht in der Zeitung stand aber mindestens ebenso erwähnenswert ist, dreht sich um andere Vermögenswerte. Vor allem drehten sich unsere Ferien um den grandiosen Beginn des Frühlings, um das aufbrechende saftiggrelle Grün, um das Säen im Garten, das Umsetzen des Kompost, die frische Ernte der ersten Triebe: Brennnessel, Giersch, Kiefernblüten, Joannisbeerblätter und einiges mehr. An einem Tag hatten wir ganz exklusiv eine Führung der Kräuterexpertin Manuela Röhken zu den Wildpflanzen auf den Wiesen, im Wald und im Garten. Vielen vielen Dank nochmal an sie! (unten findet Ihr die Kontaktdaten)

Das Vermögen zu hören, zu riechen, zu schmecken diese Wunderwelt um uns herum, Wahnsinn! Beinahe alles – außer das Giftige, Vorsicht, nicht leichtsinnig werden – beinahe alles ist essbar, ist wohltuend, hilft gegen dieses und jenes, und überrascht mit seltsamen Aromen. Was für eine Kost-bar-keit! Genau so waren unsere Ferien: sehr sehr reich an Kostbarkeiten.


Kiefernblüte

Nachtkerze und Schafgarbe

Menü


Mehrgängige Menüs sind unsere Leidenschaft. Man kann im Gängemenü so Vieles zeigen, wir nehmen Euch mit auf eine Aromenreise der besonderen Art. Gleichsam nackt liegt das Menü ausgebreitet da - wie die Texte der Philosophen.

Jetzt nach Ostern werden die Menüs wieder saisonal angepasst. Natürlich ist der wunderbare Spargel dabei, wieder etwas anders zubereitet als hier in Deutschland üblich, aber ohne viel Schnickschnack. Wir lieben die typische Textur vom frischen Spargel, die Saftigkeit beim Reinbeißen.

Die größte Neuerung findet im letzten Gang des veganen Menüs statt:

Zib Bab

Das ist die Art, wie traditionell zuhause jeden Tag Muttern die Mahlzeiten zusammenstellt. Da kommt immer ein Schälchen Reis auf den Tisch, immer ein kleines Süppchen, immer etwas Kimchi — und dann schaut sie, was im Haushalt sonst noch gerade zur Auswahl steht:

Namul

heißt das Zauberwort. Die Namul-Kultur ist das zentrale Schanier der koreanisches Kochidee. Hier kann sich ein Freigeist hemmungslos austoben. Mit der Namul-Kultur wurde ein Format erfunden, das die Zubereitungfreude, Experimentierlust und Vielfalt in sich vereint. Vom Universum des Fermentierens hatten wir schon oft berichtet. Namul ist noch viel mehr, nicht nur fermentierte Zangazi, sondern auch frisches Gemüse, geerntet oder wild gesammelt, Blätter, Stengel, Wurzeln, zum Teil auf Matten getrocknet, meist einzeln warm oder kalt zubereitet. So entstehen für das Zib Bab beinahe täglich wechselnde Namul-Beilagen.

Auch Reis ist nicht gleich Reis. Wie die Europäische Brotkultur unendlich viele verschiedene Brotsorten hervorgebracht hat, so schuf die Reiskultur abertausend Varianten. Wir wollen im Zib Bab unterschiedliche Arten und verschiedene Zubereitungen von Reis vorstellen.

Zib Bab, die tägliche Mahlzeit (wörtliche Übersetzung: Haus Reis), ist für uns ein wunderbarer Rahmen, viele Dinge auszuprobieren. Wir hoffen, dass uns damit etwas sehr Besonderes gelingt. Mal aus dem Garten, mal aus dem Wald, oder vom Markt, oder mal etwas zuvor Getrocknetes, auch bei uns mal warm mal kalt oder lauwarm. Und der Reis immer wieder anders. Lasst Euch bei jedem Besuch aufs Neue überraschen.

Goldrute

Terrasse


Im Mai öffnen wir die Terrassensaison. Wer unsere Terasse am Platz kennt, weiß wie schön ein lauer Sommerabend dort ist. Wenn langsam die Nacht einbricht, die Lichter angehen, gegenüber das alte Kollegienhaus und heutige Jüdische Museum illuminiert in Szene gesetzt ist, und der Platz wie ein großes Pausenzeichen zwischen den Gemäuern zu schweben beginnt. Tiefe Bläue wacht über dieser Pause.


Terrassensaison heißt für uns zum zweiten Mal:

Wein-Terrasse

Die einen genießen unsere Menüs mit Weinbegleitung, die anderen kommen nach dem Essen spontan vorbei, finden ein freies Plätzchen und lassen den Abend mit einem Glas oder einer Flasche Wein ausklingen. Alle Weine, die wir für die Menübegleitung öffnen, können auch glasweise bestellt werden. Daneben gibt es eine Weinkarte mit ausgewählten Naturweinen: frische Landweine, herausragende Orange Weine, Weine aus zukunftsweisender Kelterung ... bis hin zum Großen VDP-Gewächs. Und: Naturweine sind bekömmlich, erzeugen keinen Brummschädel, der nächste Tag kann also unbeschwert beginnen.


Aufgrund zahlreicher Gästewünsche bieten wir in diesem Jahr dazu ein paar kleine selbstgemachte Snacks zum Knabbern an. Ach ja: Und wer gerade keine Lust auf Alkoholisches hat, probiert unsere alkoholfreien Köstlichkeiten.

Und sonst so?


Anfang April hat Jinok im Aufnahmestudio bei Bettina Rust gesessen. Am Pfingstsonntag wird das Gespräch im Podcast „Hörbar Rust“ auf Radioeins ausgestrahlt. Ein paar Tage später folgte ein langes Interview für das Monatsmagazin „Flow“ - puh, da mussten wir extra in der Vergangenheitskiste kramen und alte Fotos hervorholen. Datum der Veröffentlichung steht noch nicht fest. Schließlich kam der RBB zu uns. Sie haben vor, eine Reportage über Jinok, das NaNum und das Buch zu produzieren, waren einen Tag lang im Garten und im Restaurant mit der Kamera unterwegs. Daraus soll ein kurzer Beitrag entstehen, wird irgendwann demnächst im ‘RBB - Der Tag’ ausgestrahlt. Wir sagen Bescheid.

Herzliche Grüße
aus dem NaNum

 MENÜKARTE 
 RESERVIEREN IM NANUM 

Manuela Röhken, Wildpflanzenkundlerin, Kontakt unter:
naturkunstwerk@roehken.de
https://www.naturkunstwerk.roehken.de

NaNum, Lindenstraße 90, 10969 Berlin, Deutschland

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