Sommerfest 2022͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ ͏‌ 
NaNum Berlin

E D I T O R I A L — Dirk Eicken

Tränen

Es gab eine Zeit in Korea, eine lange, sehr lange, über Jahrhunderte dauernde Epoche, in der Korea unfrei war, zuerst von China, anschließend von Japan besetzt. Aus dieser Zeit - übrigens war Chili damals noch nicht eingeführt und das Essen kannte jene typische Schärfe, die man heute mit korean food verbindet, gar nicht - aus dieser Zeit hörten wir folgende Geschichte. Sie erfaßte uns mit Tränen.

Damals gab es für viele Menschen kaum etwas zu essen. Einfache Brühen. Aus Fischresten. Reis war unbezahlbar. Vielleicht etwas Gerste. Kein Fleisch, kein Gemüse - so gingen die Familien auf der Suche nach Nahrung in die Berge und spürten dort Nährstoffe auf, die ihnen fehlten. Sie kamen mit lächerlichen, unappetitlichen Dingen wieder, mit haarigen Blättern, mürben Stengeln, bitteren Wurzeln, ja ab und zu auch mit ein paar Beeren und Blüten wenn sie Glück hatten. Mit solchen Dingen füllten sie die Brühen und ihre Mägen, fingen an zu probieren, was man daraus machen könnte. Trocknen, einlegen, fermentieren … ein eigenes Universum entstand . . . und dennoch: Vieles davon erforderte, lange zu kauen, ja so ausdauernd, dass es sich eingebrannt hat in das kollektive Gedächtnis. Dass es bei manchen aromatischen und nährreichen Beilagen auch heute noch dazu gehört, sie lange zu kauen. Dieses Mürbe und Faserige, Bittere und Erdige ist vielen Koreanern bekannt - und hoch geschätzt.

Tränen kamen nicht wegen der furchtbaren Armut, nein, sie kamen von der Ahnung, wo koreanisches Essen seinen Ursprung hat. Aus einem unendlichen Vertrauen, dass die Berge, die Erde, die Wildnis ernährt. Dass nicht nur bei den Privilegierten und Kollaborateuren auf den Feldern sondern auch in den Bergen, überall, das Licht der Sonne ihre Energie in die Pflanzen schickt, die Organismen unter der Erde etwas wachsen lassen, was mich am Leben erhält. Energie überträgt.

Solches tiefes Vertrauen traut unserer eigenen Wurzel. Wir schweben nicht. An der Fußsohle beginnen und wachsen diese Wurzeln ganz weit nach unten. Mit jedem Bissen.

Mit trockenen Tränen.

Sommerfest

Ton. Wein. Ferment.

Woher und Wohin sind große Fragen. Bevor der Newsletter zu schwer verdaulich wird, schauen ir auf unser fröhliches Sommerfest. Wir haben uns wieder ein einzigartiges Event ausgedacht: Wolfgang Baumeister stellt besondere Natur und Orange Weine aus seiner großen Sammlung mit viel Hintergrundinformation vor. Schwerpunkt an diesem Abend ist die Region Istrien in Slovenien, eine Region, die in den letzten Jahren von Weinliebhabern entdeckt wird. Es kommen tolle Weine zur Verkostung, die in Berlin sicher noch unbekannt sind.

Als Grundlage für den Wein servieren wir ein opulentes 8 Gänge Menü. Zur Wahl stehen ein vegetarisches Menü und ein Fischmenü, jeweils zusammengestellt aus alten koreanischen Zubereitungsmethoden: fermentiert und dry aged, scharf und mild, und sicherlich auch das ziemlich einzigartig in Berlin.

Noch sind ein paar Plätze zu vergeben! Bei 30 ist Schluß, länger ist die Tafel nicht!

Samstag, 3. September
Begrüßung 18 Uhr

Gemeinsamer kulinarischer Beginn 18.30 Uhr
Preis 140 Euro

 RESERVIEREN 

wichtig: Bitte unbedingt bei der Reservierung angeben, ob das Fischmenü oder das vegetarische Menü gewünscht wird.

wichtig: Auch Allergien/Unverträglichkeiten bitte angeben, damit wir rückmelden können, ob Alternativen möglich sind oder nicht.


Clemens Niedenthal hat in der letzten Ausgabe des Tip über uns geschrieben. Wir haben uns darüber sehr gefreut.

Tip Magazin und Link zum Artikel im Tip Newsletter

Tip Magazin 17/22 und Link zum Artikel im Tip Newsletter

 MENÜKARTE 
 RESERVIEREN IM NANUM 

Liebe Grüße
aus dem
NaNum

Hier der Zwischenstand unserer Suche:

Inzwischen haben wir sehr nette neue Teammitglieder gefunden. Jetzt suchen wir noch eine Person (w/d/m), die Lust auf beide Bereiche hat, als Commis de Rang (Service) und als Commis de Partie (Küche), und damit einen tollen Einblick in alle Bereiche des NaNum erhält. 20-25 Wochenstunden, ein fairer Vertrag, eine gute Atmosphäre, liebenswerte Gäste und Mitwirkung an einer spannenden Entwicklung sind garantiert. Also eigentlich wahnsinnig attraktiv.

* Wenn Ihr jemanden kennt, setzt sie oder ihn auf uns an!!!
* Macht es für Euch: damit Ihr auch in Zukunft qualitativ hochwertigen Service erwarten könnt :))

NaNum, Lindenstraße 90, 10969 Berlin, Deutschland

Powered by Squarespace

Abbestellen