VEGANVegan ist für Viele ein Reizwort. Scheidet die Geister. Manch eine oder einer denkt an Verbote, an Tierschutz und radikale Gesellschaftskritik. Da bleibt dann das Essen als Gedanke quer im Halse stecken. Viel viel entspannter geht Korea damit um. Vegan ist der größte Teil der Esskultur sowieso. Milch, Sahne, Käse gab es traditionell in der alltäglichen Ernährung überhaupt nicht, Fleisch konnte sich kaum jemand leisten. Zu den unzähligen Gerichten aus Gemüse und Wildpflanzen kommen allerlei Gewächse aus dem Meer, Seaweed, Algen, ein Bereich, der in Europa stark unterrepräsentiert ist. Man genießt die Menge an delikaten Möglichkeiten. Den entspannten Umgang mit Veganismus zeigt auch die Tatsache, das pflanzliche Ernährung oft mit Fisch, Muscheln, Abalone usw. ergänzt wird. Klar, bei so viel Meer um Korea herum. Dazu passt dann vielleicht besser das Wort pescan, und ist dennoch in der Summe ganz anders als das konventionelle Ernährungsverständnis in Europa. Wie stellt nun aber eine vegan essende Person in Korea sicher, dass sie alle notwendigen Nährstoffe zu sich nimmt? Die wichtigsten Nährstofflieferanten neben Gemüse, Getreide und Seaweed sind: Hülsenfrüchte, und insbesondere die Sojabohne. Sie ist vorzüglich geeignet für eine ausreichende Aufnahme von Proteinen. Die Sojabohne ist eine geniale Tausensassa. Wir kennen sie vor allem als würzende Sojasauce, als mildes Tofu und als heilendes Dönjang (jap. Miso). In diesem Sommer wollen wir eine weitere großartige Variante vorstellen: die berühmte und in Korea heiß geliebte kalte Sojabohnensuppe. Umwerfend schmackhaft, erfrischend, sättigend und crass gesund. Und das Beste: man vergisst beim Schleckern komplett, dass sie vegan ist. Zum Jubiläum wurde sie das erste Mal vorgestellt. Jetzt haben wir endlich ein Format gefunden, diese Kaltspeise anzubieten. Darum geht diese Folge des Newsletter.
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